Retired senior man with beard and glasses walking outdoors in grass dune landscape with cloudy sky.

Herzlich willkommen,

liebe Leser, natürlich auch liebe Leserinnen, zu unserem blog zum Übergang von Männern in die Nacherwerbsphase!

Ein noch relativ wenig erforschtes Terrain – jahrelang wurde diese Zeit als besonders problematisch behauptet: Der von seiner Arbeit jahrzehntelang völlig ausgefüllte, aber erschöpfte Mann schleppt sich gerade noch so über die Ziellinie und stirbt anschließend, seines Lebenssinnes beraubt und ohne Vorwarnung, an Herzinfarkt – Rentenschock! Das entsprach zwar nicht den statistischen Tatsachen, aber jeder wusste von einem solchen Fall zu berichten – und fertig war das Klischee.

Angesichts diverser Vorträge und Berichte innerhalb der Sitzungen des ‚Fachausschusses für die Arbeit mit älteren Männern‘ ergab sich vor allem eine Erkenntnis: Den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente gibt es nicht! So vielfältig die Männer, so vielfältig die Gestaltung, die Gefühle, die Probleme im Rahmen dieses neuen Lebensabschnitts. Während die einen schon gleich zu Beginn der Rente einen volleren Terminkalender denn je haben, brauchen andere bis zu drei Jahre, bis sie sich umgestellt, ihr Leben sortiert, ihre Ehe neu definiert, ihre sozialen Bezüge geklärt haben.

Und so entstand die Idee, Männer selber beschreiben zu lassen, wie sie diesen Übergang erleben und gestalten, auf welche Ressourcen sie zurückgreifen, welche Problemstrategien ihnen zur Verfügung stehen, wie sie mit sich und ihrer neuen Situation eins werden bzw. es zumindest versuchen.

Die Leser können diesen Menschen und ihren Eintragungen folgen, auf die nächste Fortsetzung gespannt sein, sich wiedererkennen, sich ihrer Unterschiedlichkeit bewusst werden und – last not least – Anregungen erhalten für die eigene Lebensgestaltung. Und es gibt die Möglichkeit der Kommentierung und damit, vom eigenen Leben zu berichten, den Mit-Mann zu spiegeln und / oder Anregungen für alle zu posten. (Falls jemand dadurch animiert werden sollte, selber regelmäßig den Blog mit seinen Erfahrungen zu befüllen, melde sich bitte unter: kleine@maennerarbeit-ekd.de)

Die Männerarbeit der EKD stellt Ihnen diese Plattform zur Verfügung. Wohl bekomm’s!

Ein Gedanke zu „Herzlich willkommen,“

  1. Wie viel Persönliches/Privates muss, kann, sollte ein Blog enthalten?
    Diese Frage treibt Maria Al-Mana auf ihrem Blog „Das Unruhewerk“ (http://unruhewerk.de/blogparade1/) um. Eine Frage, die auch ich mir gestellt habe, nach-dem unser Blog so vor sich hindümpelt. Bin ich mit meinen Gedanken zum Thema Übergang in die Nacherwerbsphase allein? Habe ich zu allgemein oder zu oberflächlich geschrieben? Soll ich noch mehr Emotionen zeigen, die Tür zu meiner Privatsphäre noch weiter öffnen? Vielleicht auch mal provozieren, damit endlich mal einer reagiert? Nicht gemeckert ist Lob genug reicht mir nicht! Wie weit kann ich also gehen in der öffentlichen Darstellung meiner Person? Wann mache ich mich lächerlich oder angreifbar? Soll mein Name unter meinen Beiträgen stehen oder soll ein Pseudonym meine Identität verstecken? Einerseits möchte ich durch die Schilderungen meiner Befindlichkeiten Reaktionen zum Thema auslösen, anderer-seits gibt es eine Grenze zum Persönlichen, die ich öffentlich nicht überschreiten will. Nach einer Diskussion mit meiner Frau hatte ich schon das Gefühl, viel zu unbefangen geplaudert zu haben.
    Ich bin ganz unbekümmert an diesen Blog herangegangen. Das Thema, das offensichtlich nicht nur mein Thema ist, möchte ich mit Anderen diskutieren. Erfahrungen austauschen, aus Umwegen Anderer lernen. Neues entdecken. Sachlich und berechnend geht das aber nicht, ich muss mich ein Stück aus dem Fenster lehnen und mich sichtbar machen. Ich habe gesehen, dass der Schritt in die „Nacherwerbsphase“ für die meisten Männer und Frauen ein Thema ist, an dem sie sich nicht allein im stillen Kämmerlein abarbeiten wollen. Der Blick auf die unter-schiedlichsten Facetten dieses Lebensabschnittes hat mich nachdenklich und mutig zugleich gemacht. So habe ich mich entschlossen weiter zu machen.
    Also (insbesondere) Jungs, traut euch. Es darf angemerkt, ergänzt, gemeckert aber sehr gern auch mal hörbar zugestimmt oder gelobt werden.

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